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Beagles vom Brigittenauer Forst
ABC Gold Breeder 03/04, Bronze Breeder 05
Beagles vom Brigittenauer Forst
ABC Gold Breeder 03/04, Bronze Breeder 05
 
Sunday, February 05, 2012
» Der Tierarzt schreibt » Urlaub


Tierklinik Quehenberger
Schweglergasse 25
A- 2380 Perchtoldsdorf
Tel.: 01 86 59 664
Dr. Balthasar Quehenberger
Dr. Wolfgang Schramel
Mag. Michael Suda


Tierklinik Quehenberger
Schweglergasse 25
A- 2380 Perchtoldsdorf
Tel.: 01 86 59 664
Dr. Balthasar Quehenberger
Dr. Wolfgang Schramel
Mag. Michael Suda

Dogs on Tour - Urlaub mit dem Hund

50 Wochen im Jahr ist der Hund der beste Freund des Menschen! So ist es nur verständlich, dass so mancher Hundebesitzer auch in den zwei Wochen währen des Sommerurlaubs, seinen Vierbeiner an seiner Seite haben will. Bevor ihr liebster aber auf große Reise geht, gibt es einiges zu beachten, damit es nach dem Urlaub keine bösen Überraschungen gibt.

Reisekrankheiten – wo kann ihr Hund sich anstecken?

In allen Regionen mit mediterranem Klima, also in Italien, Südfrankreich, Griechenland, Spanien und Portugal und in der Türkei, können sich Hunde mit Krankheiten infizieren, die bei uns nicht vorkommen. Aber auch in anderen Ländern gemäßigter Klimazonen, wie z. B. Ungarn ist dies der Fall. Die meisten dieser Krankheiten sind Infektionen mit Parasiten, die von Mücken, Sandfliegen und Zecken übertragen werden.
Die Krankheitserscheinungen können sehr unterschiedlich sein. Häufig sind keine eindeutigen Hinweise auf die zugrunde liegende Krankheit vorhanden. Daher ist für sie als Tierbesitzer nur schwer ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung des Hundes und der vorausgegangenen Reise zu erkennen. Außerdem liegt die Reise oft schon länger zurück, wenn sie die ersten Anzeichen an ihrem Tier beobachten. Bei der Suche nach den Ursachen wird daher nur selten noch an die Urlaubszeit gedacht.

Die häufigsten Krankheitserreger

Babesiose:
Wird beim Biss von bestimmten Zeckenarten übertragen. Babesien sind Einzeller, die sich in den roten Blutkörperchen vermehren und diese dabei zerstören.
Häufig sind hohes Fieber gefolgt von Mattigkeit und Appetitlosigkeit die Anzeichen der Erkrankung. Durch das Eindringen der Parasiten in die roten Blutkörperchen und durch deren Zerstörung kommt es zu Blutarmut und oft zu Gelbsucht. Dem Tierbesitzer kann eine dunkle Färbung des Urins auffallen, die durch die Ausscheidung des abgebauten Blutfarbstoffes entsteht. Auch Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Atemnot, Entzündungen der Maulhöhle oder der Augen werden zeitweise beobachtet.

Leishmaniose:
Wird über den Stich der Sandfliege übertragen. Leishmanien sind Parasiten, die sich von einer Stichstelle aus zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere Organe verbreiten. Krankheitsanzeichen treten häufig erst Wochen, manchmal sogar erst Jahre nach der Ansteckung im Urlaub auf. Der Erreger breitet sich zunächst in der Haut aus. Dadurch entstehen oft Hautveränderungen, die lokal begrenzt vor allem am Kopf auftreten aber auch den gesamten Körper betreffen können. Typisch ist, dass diese Wundenhäufig nur schwer oder gar nicht heilen. Starke Schuppenbildung, Haarausfall, Hautrötungen bis hin zu Knotenbildungen mit eitrigen oder geschwürigen Veränderungen können beobachtet werden. Andere Krankheitserscheinungen sind für sie als Tierbesitzer selbst meist nicht feststellbar.

Ehrlichiose:
Übertragen wird die Ehrlichiose wie die Babesiose durch Zeckenbiss. Ehrlichien sind bakterienähnliche Erreger, die in verschiedenen Blutzellen leben.
Bei dieser Erkrankung tritt zunächst hohes, wiederkehrendes Fieber auf; die Tiere sind schwach und fressen nicht mehr. Erbrechen und Augenausfluss können auftreten. In der zweiten Phase der Erkrankung, die sich über Jahre erstrecken Kann, scheinen die Tiere relativ gesund zu sein. Ist das Abwehrsystem des Hundes nicht intakt, so kann es später zu starkem Gewichtsverlust kommen. Blutungen können sichtbar auf der Haut und den Schleimhäuten oder unsichtbar in Gelenken auftreten. Auch erbrechen, ein schwankender Gang, Muskelzuckungen oder Augenveränderungen können beobachtet werden.

Dirofilariose:
Oder auch Herzwurmerkrankung, wird durch verschiedene Stechmücken (Sandfliegen) übertragen. Die Herzwürmer leben im Blugefäßsystem. Die erwachsenen Würmer werden bis zu 30 cm lang und siedeln sich vor allem in der Rechten Herzkammer und in der Lungenarterie an. Die von erwachsenen Würmern produzierten Larven (Mikrofilarien) wandern in die kleinsten Venen der Haut, wo sie durch Stechmücken wieder aufgesogen werden. Sandfliegen übertragen die Larven der Herzwürmer von Hund zu Hund. Von der Haut wandern die Larven dabei in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg bis in das Herz. Dabei kommt es zu Einschränkungen der Herzfunktion, Atemnot und chronischer Husten sind typische Krankheitsanzeichen, die beobachtet werden können.


Wie kann der Tierarzt die Krankheiten feststellen?

Alle angeführten Krankheiten lassen sich direkt und indirekt nachweisen. Kurz dazu angemerkt: Der direkte Nachweis der Parasiten erfolgt im Blut. Bei der Leishmaniose kann der Erreger auch in der Haut oder im Lymphknoten nachgewiesen werden. Beim indirekten Nachweis werden Antikörper im Blut bestimmt, die der Organismus des Hundes gegen den Erreger gebildet hat. Ihr Tierarzt hält ein maßgeschneidertes Urlaubsuntersuchungspaket für ihren Hund bereit.
 
Wie können Sie vorbeugen?

Wenn sie ihren Hund in den urlaub mitnehmen möchte, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:
° Zur Vermeidung von Zecken kann z.B. ein zeckenwirksames Halsband oder Hauttropfen verwendet werde. Ihr Tierarzt klärt sie        gerne über die möglichen Präparate auf.
° Zur Vermeidung von Herzwürmern können ihrem Hund verschiedene Medikamente vor und während des Urlaubs gegeben werden. Auch dafür hat ihr Tierarzt das passende Präparat vorrätig.
° Gegen Babesiose halten wir einen Impfstoff für sie bereit (hat nicht jeder Tierarzt).

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrem Hund einen erholsamen, parasitenfreien Urlaub.

Tierklinik Quehenberger

Dogs on Tour - Urlaub mit dem Hund

50 Wochen im Jahr ist der Hund der beste Freund des Menschen! So ist es nur verständlich, dass so mancher Hundebesitzer auch in den zwei Wochen währen des Sommerurlaubs, seinen Vierbeiner an seiner Seite haben will. Bevor ihr liebster aber auf große Reise geht, gibt es einiges zu beachten, damit es nach dem Urlaub keine bösen Überraschungen gibt.

Reisekrankheiten – wo kann ihr Hund sich anstecken?

In allen Regionen mit mediterranem Klima, also in Italien, Südfrankreich, Griechenland, Spanien und Portugal und in der Türkei, können sich Hunde mit Krankheiten infizieren, die bei uns nicht vorkommen. Aber auch in anderen Ländern gemäßigter Klimazonen, wie z. B. Ungarn ist dies der Fall. Die meisten dieser Krankheiten sind Infektionen mit Parasiten, die von Mücken, Sandfliegen und Zecken übertragen werden.
Die Krankheitserscheinungen können sehr unterschiedlich sein. Häufig sind keine eindeutigen Hinweise auf die zugrunde liegende Krankheit vorhanden. Daher ist für sie als Tierbesitzer nur schwer ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung des Hundes und der vorausgegangenen Reise zu erkennen. Außerdem liegt die Reise oft schon länger zurück, wenn sie die ersten Anzeichen an ihrem Tier beobachten. Bei der Suche nach den Ursachen wird daher nur selten noch an die Urlaubszeit gedacht.

Die häufigsten Krankheitserreger

Babesiose:
Wird beim Biss von bestimmten Zeckenarten übertragen. Babesien sind Einzeller, die sich in den roten Blutkörperchen vermehren und diese dabei zerstören.
Häufig sind hohes Fieber gefolgt von Mattigkeit und Appetitlosigkeit die Anzeichen der Erkrankung. Durch das Eindringen der Parasiten in die roten Blutkörperchen und durch deren Zerstörung kommt es zu Blutarmut und oft zu Gelbsucht. Dem Tierbesitzer kann eine dunkle Färbung des Urins auffallen, die durch die Ausscheidung des abgebauten Blutfarbstoffes entsteht. Auch Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Atemnot, Entzündungen der Maulhöhle oder der Augen werden zeitweise beobachtet.

Leishmaniose:
Wird über den Stich der Sandfliege übertragen. Leishmanien sind Parasiten, die sich von einer Stichstelle aus zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere Organe verbreiten. Krankheitsanzeichen treten häufig erst Wochen, manchmal sogar erst Jahre nach der Ansteckung im Urlaub auf. Der Erreger breitet sich zunächst in der Haut aus. Dadurch entstehen oft Hautveränderungen, die lokal begrenzt vor allem am Kopf auftreten aber auch den gesamten Körper betreffen können. Typisch ist, dass diese Wundenhäufig nur schwer oder gar nicht heilen. Starke Schuppenbildung, Haarausfall, Hautrötungen bis hin zu Knotenbildungen mit eitrigen oder geschwürigen Veränderungen können beobachtet werden. Andere Krankheitserscheinungen sind für sie als Tierbesitzer selbst meist nicht feststellbar.

Ehrlichiose:
Übertragen wird die Ehrlichiose wie die Babesiose durch Zeckenbiss. Ehrlichien sind bakterienähnliche Erreger, die in verschiedenen Blutzellen leben.
Bei dieser Erkrankung tritt zunächst hohes, wiederkehrendes Fieber auf; die Tiere sind schwach und fressen nicht mehr. Erbrechen und Augenausfluss können auftreten. In der zweiten Phase der Erkrankung, die sich über Jahre erstrecken Kann, scheinen die Tiere relativ gesund zu sein. Ist das Abwehrsystem des Hundes nicht intakt, so kann es später zu starkem Gewichtsverlust kommen. Blutungen können sichtbar auf der Haut und den Schleimhäuten oder unsichtbar in Gelenken auftreten. Auch erbrechen, ein schwankender Gang, Muskelzuckungen oder Augenveränderungen können beobachtet werden.

Dirofilariose:
Oder auch Herzwurmerkrankung, wird durch verschiedene Stechmücken (Sandfliegen) übertragen. Die Herzwürmer leben im Blugefäßsystem. Die erwachsenen Würmer werden bis zu 30 cm lang und siedeln sich vor allem in der Rechten Herzkammer und in der Lungenarterie an. Die von erwachsenen Würmern produzierten Larven (Mikrofilarien) wandern in die kleinsten Venen der Haut, wo sie durch Stechmücken wieder aufgesogen werden. Sandfliegen übertragen die Larven der Herzwürmer von Hund zu Hund. Von der Haut wandern die Larven dabei in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg bis in das Herz. Dabei kommt es zu Einschränkungen der Herzfunktion, Atemnot und chronischer Husten sind typische Krankheitsanzeichen, die beobachtet werden können.


Wie kann der Tierarzt die Krankheiten feststellen?

Alle angeführten Krankheiten lassen sich direkt und indirekt nachweisen. Kurz dazu angemerkt: Der direkte Nachweis der Parasiten erfolgt im Blut. Bei der Leishmaniose kann der Erreger auch in der Haut oder im Lymphknoten nachgewiesen werden. Beim indirekten Nachweis werden Antikörper im Blut bestimmt, die der Organismus des Hundes gegen den Erreger gebildet hat. Ihr Tierarzt hält ein maßgeschneidertes Urlaubsuntersuchungspaket für ihren Hund bereit.
 
Wie können Sie vorbeugen?

Wenn sie ihren Hund in den urlaub mitnehmen möchte, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:
° Zur Vermeidung von Zecken kann z.B. ein zeckenwirksames Halsband oder Hauttropfen verwendet werde. Ihr Tierarzt klärt sie        gerne über die möglichen Präparate auf.
° Zur Vermeidung von Herzwürmern können ihrem Hund verschiedene Medikamente vor und während des Urlaubs gegeben werden. Auch dafür hat ihr Tierarzt das passende Präparat vorrätig.
° Gegen Babesiose halten wir einen Impfstoff für sie bereit (hat nicht jeder Tierarzt).

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrem Hund einen erholsamen, parasitenfreien Urlaub.

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