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Beagles vom Brigittenauer Forst
ABC Gold Breeder 03/04, Bronze Breeder 05/12
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ABC Gold Breeder 03/04, Bronze Breeder 05/12
 
Samstag, 8. August 2020
» Der Tierarzt schreibt » Die Zähne


Tierklinik Quehenberger
Schweglergasse 25
A- 2380 Perchtoldsdorf
Tel.: 01 86 59 664
Dr. Balthasar Quehenberger
Dr. Wolfgang Schramel
Mag. Michael Suda


Tierklinik Quehenberger
Schweglergasse 25
A- 2380 Perchtoldsdorf
Tel.: 01 86 59 664
Dr. Balthasar Quehenberger
Dr. Wolfgang Schramel
Mag. Michael Suda

Die Zähne beim Hund!

Über die Wichtigkeit der Zähne

Zähne sind ein essentieller Bestandteil im Mund jedes höheren Lebewesens. Sie bestehen aus einem Knochenkörper, der innen mit Blutgefäßen und Nerven versorgt wird und außen aus einem extrem hartem, mineralisierten Schmelzüberzug. Die Zahnwurzel sitzt in einer so genannten Alveole, wo sie durch unzählige kleine kurze Bindegewebsfäden, dem Aufhängeapparat, festgehalten wird. Dieser gewährleistet einerseits Festigkeit und gleichzeitig eine gewisse Elastizität, damit ein Zahn beim harten Aufbeißen auch etwas nachgeben kann uns so vor Frakturen besser geschützt ist.

Die Entwicklung der Zähne:

Milchgebiß: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 12 prämolare Backenzähne
Dauergebiß: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 16 prämolare Backenzähne,
                       4 molare Backenzähne
Der Wechsel vom Milch- auf das Dauergebiss erfolgt vom 4. Bis 6.(7.) Lebensmonat.

Gebißstellung:

Schere: obere Schneidezähne greifen über die unteren Schneidezähne
Zange: obere und untere Schneidezähne stehen aufeinander
Kulissengebiß: obere und untere Schneidezähne stehen mal vor, mal
                         hintereinander
Prognatie: Unterkiefer kürzer als Oberkiefer
Hypognatie: Unterkiefer ist länger als Oberkiefer

Wann sind Gebißkontrollen notwendig?

Die erste genauer Gebißuntersuchung sollte am Anfang des 7. Lebensmonates erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zahnwechsel fast abgeschlossen. Beurteilt wird die Gebißstellung, die Vollständigkeit des Gebisses und die Stellung der einzelnen zähne, Doppelzahnbildung, nicht gewechselte Milchzähne. Während des Zahnwechsels kann es vorübergehend zu vermehrtem Mundgeruch kommen. Das ist durch das ablösen der Kronen vom Zahnfleisch bedingt.
Weiter Kontrollen: Üblicherweise reicht eine Gebißkontrolle pro Jahr - meist im Zuge der jährlichen Auffrischungsimpfung - aus, um rechtzeitig Schäden beseitigen zu können. Im Anfangsstadium reicht oft eine manuelle Zahnsteinentfernung aus. Bei massiven Zahnstein und Zahnbelag ist eine Reinigung mit Ultraschall in kurzer Narkose sinnvoller.

Warum ist Zahnstein- und Zahnbelagsentfernung so wichtig?

Bereits in der Säugezeit eines Welpen bildet sich eine Bakterienflora in der Mundhöhle. Sie ernährt sich von Speichel und Resten der Mahlzeiten. Einerseits schützt diese Mundschleimhaut vor bösen Krankheitserregern, andererseits kann sie bei zu starker Vermehrung selbst zum Problemen werden. Durch die Bakterielle Besiedelung kommt es im Laufe der Jahre zu einer mineralischen Verfestigung des Bakterienplaques an der Zahnfläche. Diese Ablagerung, auch Zahnsrein genannt, wirkt wie ein poröser Bakterienschwamm, erfaßt alsbald auch die Zahntaschen und führt dort zu einer chronischen  und fortschreitenden Entzündung des Zahnfleisches. Dieses blutet nicht nur leicht, es zieht sich in folge der Entzündung immer weiter zurück. In weitere Folge wird auch der Zahnhalteapparat zunehmend zerstört (Parodontose). Der Zahn lockert sich, stört sehr beim Essen und fällt dann irgendwann aus. In der Tiefe der Zahntaschen sammelt sich reichlich Eiter an, der Überschuß quillt aus der Zahntasche hervor und wird abgeschluckt. Übler Mundgeruch zeugt davon.

Auswirkung der Parodontose auf die Gesundheit:

°    Parodontose hat weitreichende negative Auswirkungen auf den
     Körper. Einmal ist sie gekennzeichnet durch chronische Entzündung
     des Zahnfleisches mit oder ohne Zahnfleischbluten.
°   Diese Entzündungsvorgang belastet permanent das Immunsystem.
     Verschiedene andere opportune Infektionen oder auch Allergien
     können damit begünstigt werden.
°   Massenhaft Eiterbakterien im Mund belasten die Mandeln, den
     Rachen 
     und den Magen.
°   Mundbakterien sind nicht nur stinkend, sie produzieren auch Toxine,
     welche über lange Zeit zu Vernarbungen an den Herzklappen führen. 
     Herzklappen werden dadurch undicht und schädigen damit die
     Herzleistung. Ein großer Teil der älteren Hunde leidet an den folgen
     von Herzklappenfehlern.
°   Über das chronisch entzündete Zahnfleisch dringen auch Bakterien in
     das Blutgefäßsystem ein und siedeln sich in andren Organen an.
     Besonders betroffen sind die Nieren, die darauf oft mit chronischer
     Nierenschwäche reagieren.
Und wie beugt man alldem vor?

Da Zahnsteinbildung nicht von Natur her verhinderbar ist, bedarf es einiger Pflegemaßnahmen. Die Futtermittelindustrie hat sich bemüht durch spezielle Futterkompositionen den Zahnsteinabrieb zu fördern. So sind z.B. alle trockenfutterprodukte mit einer speziellen Phosphatschicht an der Oberfläche der Pellets beschichtet. Das fördert sowohl den Abrieb als auch die Auflösung des Zahnsteins. Ebenso anwendbar sind speziell präparierte Kaustreifen oder Kauknochen.
Über all diesen Maßnahmen steht jedoch unausweichlich das tägliche Reinigen der Zähne mittels Zahnpasta und Bürste. Man sollte damit schon im 7. Lebensmonat anfangen und täglich am Abend die Zähne reinigen. Hundezahnpaste gibt es mit und ohne Fleischgeschmack. Die Paste wird nach dem Putzen vom Hund Abgeschluckt.

Die Zähne beim Hund!

Über die Wichtigkeit der Zähne

Zähne sind ein essentieller Bestandteil im Mund jedes höheren Lebewesens. Sie bestehen aus einem Knochenkörper, der innen mit Blutgefäßen und Nerven versorgt wird und außen aus einem extrem hartem, mineralisierten Schmelzüberzug. Die Zahnwurzel sitzt in einer so genannten Alveole, wo sie durch unzählige kleine kurze Bindegewebsfäden, dem Aufhängeapparat, festgehalten wird. Dieser gewährleistet einerseits Festigkeit und gleichzeitig eine gewisse Elastizität, damit ein Zahn beim harten Aufbeißen auch etwas nachgeben kann uns so vor Frakturen besser geschützt ist.

Die Entwicklung der Zähne:

Milchgebiß: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 12 prämolare Backenzähne
Dauergebiß: 12 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 16 prämolare Backenzähne,
                       4 molare Backenzähne
Der Wechsel vom Milch- auf das Dauergebiss erfolgt vom 4. Bis 6.(7.) Lebensmonat.

Gebißstellung:

Schere: obere Schneidezähne greifen über die unteren Schneidezähne
Zange: obere und untere Schneidezähne stehen aufeinander
Kulissengebiß: obere und untere Schneidezähne stehen mal vor, mal
                         hintereinander
Prognatie: Unterkiefer kürzer als Oberkiefer
Hypognatie: Unterkiefer ist länger als Oberkiefer

Wann sind Gebißkontrollen notwendig?

Die erste genauer Gebißuntersuchung sollte am Anfang des 7. Lebensmonates erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zahnwechsel fast abgeschlossen. Beurteilt wird die Gebißstellung, die Vollständigkeit des Gebisses und die Stellung der einzelnen zähne, Doppelzahnbildung, nicht gewechselte Milchzähne. Während des Zahnwechsels kann es vorübergehend zu vermehrtem Mundgeruch kommen. Das ist durch das ablösen der Kronen vom Zahnfleisch bedingt.
Weiter Kontrollen: Üblicherweise reicht eine Gebißkontrolle pro Jahr - meist im Zuge der jährlichen Auffrischungsimpfung - aus, um rechtzeitig Schäden beseitigen zu können. Im Anfangsstadium reicht oft eine manuelle Zahnsteinentfernung aus. Bei massiven Zahnstein und Zahnbelag ist eine Reinigung mit Ultraschall in kurzer Narkose sinnvoller.

Warum ist Zahnstein- und Zahnbelagsentfernung so wichtig?

Bereits in der Säugezeit eines Welpen bildet sich eine Bakterienflora in der Mundhöhle. Sie ernährt sich von Speichel und Resten der Mahlzeiten. Einerseits schützt diese Mundschleimhaut vor bösen Krankheitserregern, andererseits kann sie bei zu starker Vermehrung selbst zum Problemen werden. Durch die Bakterielle Besiedelung kommt es im Laufe der Jahre zu einer mineralischen Verfestigung des Bakterienplaques an der Zahnfläche. Diese Ablagerung, auch Zahnsrein genannt, wirkt wie ein poröser Bakterienschwamm, erfaßt alsbald auch die Zahntaschen und führt dort zu einer chronischen  und fortschreitenden Entzündung des Zahnfleisches. Dieses blutet nicht nur leicht, es zieht sich in folge der Entzündung immer weiter zurück. In weitere Folge wird auch der Zahnhalteapparat zunehmend zerstört (Parodontose). Der Zahn lockert sich, stört sehr beim Essen und fällt dann irgendwann aus. In der Tiefe der Zahntaschen sammelt sich reichlich Eiter an, der Überschuß quillt aus der Zahntasche hervor und wird abgeschluckt. Übler Mundgeruch zeugt davon.

Auswirkung der Parodontose auf die Gesundheit:

°    Parodontose hat weitreichende negative Auswirkungen auf den
     Körper. Einmal ist sie gekennzeichnet durch chronische Entzündung
     des Zahnfleisches mit oder ohne Zahnfleischbluten.
°   Diese Entzündungsvorgang belastet permanent das Immunsystem.
     Verschiedene andere opportune Infektionen oder auch Allergien
     können damit begünstigt werden.
°   Massenhaft Eiterbakterien im Mund belasten die Mandeln, den
     Rachen 
     und den Magen.
°   Mundbakterien sind nicht nur stinkend, sie produzieren auch Toxine,
     welche über lange Zeit zu Vernarbungen an den Herzklappen führen. 
     Herzklappen werden dadurch undicht und schädigen damit die
     Herzleistung. Ein großer Teil der älteren Hunde leidet an den folgen
     von Herzklappenfehlern.
°   Über das chronisch entzündete Zahnfleisch dringen auch Bakterien in
     das Blutgefäßsystem ein und siedeln sich in andren Organen an.
     Besonders betroffen sind die Nieren, die darauf oft mit chronischer
     Nierenschwäche reagieren.
Und wie beugt man alldem vor?

Da Zahnsteinbildung nicht von Natur her verhinderbar ist, bedarf es einiger Pflegemaßnahmen. Die Futtermittelindustrie hat sich bemüht durch spezielle Futterkompositionen den Zahnsteinabrieb zu fördern. So sind z.B. alle trockenfutterprodukte mit einer speziellen Phosphatschicht an der Oberfläche der Pellets beschichtet. Das fördert sowohl den Abrieb als auch die Auflösung des Zahnsteins. Ebenso anwendbar sind speziell präparierte Kaustreifen oder Kauknochen.
Über all diesen Maßnahmen steht jedoch unausweichlich das tägliche Reinigen der Zähne mittels Zahnpasta und Bürste. Man sollte damit schon im 7. Lebensmonat anfangen und täglich am Abend die Zähne reinigen. Hundezahnpaste gibt es mit und ohne Fleischgeschmack. Die Paste wird nach dem Putzen vom Hund Abgeschluckt.

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